Saturday, August 23, 2014

Tipps zur “Long-Tail”-Strategie zur Suchmaschinen-Optimierung

August 26, 2010 von Rainer Meyer  
Eingetragen bei Suchmaschinenoptimierung

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Zentraler Ansatzpunkt jeder Suchmaschinen-Optimierung sind die Keywords, für die ein hoher Rang in den Suchmaschinen-Ergebnisseiten zu erreichen ist. Dabei sollte klar sein, dass es Keywords gibt, die so sehr umkämpft sind, dass eine Veränderung des Ranking und eine Verbesserung der eigenen Seiten bei diesen Keywords sehr schwer zu erreichen ist. Um hier einige Beispiel zu geben: Wer unter den Begriffen “Versicherung” oder “Geldanlage” vorne bei Google und Co. stehen will, der muss viel Geld in die Hand nehmen, denn die oberen Ränge werden von Seiten bestimmt, die lange schon im Suchindex stehen und die über viele ausgezeichnete externe Links kaum zu überbieten sind.

Allerdings sollte man sich klarmachen, dass immer mehr Besucher nicht nur einen Suchbegriff verwenden, wenn sie nach einem bestimmten Webangebot fahnden. Statt “Versicherung” als Suchbegriff einzugeben, macht es eher Sinn nach der Versicherungsart direkt zu fahnden also beispielsweise “Reisegepäck Versicherung” einzugeben. Viele Nutzer von Suchmaschinen haben auch die Erfahrung gemacht, dass dies immer noch nicht ausreichend ist, um zu guten Ergebnissen zu kommen, die ihre persönlichen Präferenzen optimal abdecken. Deshalb nehmen sie weitere Begriffe hinzu: Beispielsweise werden “günstige Reisegepäck Versicherung” oder “Reisegepäck Versicherung Flugzeug” und viele weitere Begriffskombinationen eingegeben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage von Google, dass etwa ein Viertel aller Anfragen von Nutzern völlig neue Keyword-Kombinationen sind, die erstmals und einmalig in die Suchmaschine eingegeben werden. Um zu einem guten Rang und mehr Erfolg bei der Suchmaschinen-Optimierung zu kommen, sollte man also gezielt die “Long-Tail”-Keyword-Kombinationen bestimmen, um bei diesen selteneren oder neueren Suchanfragen erfolgreich die eigenen Seiten vorne platzieren können.

Unter “Long Tail” (englischer Begriff für “langer Schwanz”) ist ein Effekt gemeint, der besonders für das Nischen-Marketing im Internet geprägt wurde. Die Autoren Gladwell und Anderson hatten festgestellt, dass Internet-Händler wie Amazon viel mehr Umsatz mit sehr selten nachgefragten Produkten machen, als andere Händler. Im Internet treten Long-Tail-Effekte systematisch auf, weil man ein viel breiteres Sortiment an Produkten auf prinzipiell unbegrenzten Angebots-Seiten anbieten kann, als ein stationärer Händler.

Bildquelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Long_tail.svg&filetimestamp=20061210212043 Bildquelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Long_tail.svg&filetimestamp=20061210212043

Hier sieht man die grafische Veranschaulichung des Long-Tail-Effekts. Konzentriert man sich im Marketing auf den gelben Teil der Nischen-Produkte, dann bekommt man langfristig sehr viel Umsatz, den andere im grünen Bereich der Verkaufskurze mit hohem Aufwand kurzfristig generieren müssen.

Überträgt man den Long-Tail-Effekt auf die Suchmaschinen-Optimierung dann geht es also darum, im Umfeld von umkämpften Suchbegriffen des eigenen Angebots viele Nischen-Begriffskombinationen zu finden und diese durch zusätzliche Seiten zu promoten. Dann werden auf lange Sicht viele Besucher auf diese neuen Seiten gezogen und von dort können Sie dann mit weiteren Marketing-Strategien auf die eigentlichen Landing-Pages weitergeleitet werden.

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Mit folgenden fünf Tipps zur Long-Tail-Suchmaschinen-Optimierung kann man den Long-Tail nutzen, um mehr Besucher auf die eigenen Seiten zu bekommen.

  1. Zunächst sollte man sich hinsetzen und im Team die zentralen Keywords des eigenen Unternehmens bestimmen und zu jedem dieser Keywords ergänzende Keyword-Kombinationen aufschreiben. Hierbei wird man mindestens ein weiteres Keyword aber oft auch zwei bis drei weitere Keywords ergänzend hinzunehmen.
  2. Befragungen von Kunden und Interessenten sollten vor der Textproduktion die Keyword-Bestimmung ergänzen. Auch Konkurrenzseiten und Webseiten aus dem weiteren Umfeld sind zu analysieren, um zu bestimmen, ob nicht einige wichtige Begriffe aus eigener Betriebsblindheit übersehen wurden.
  3. Synonyme und fremdsprachliche Fachbegriffe, die auch häufiger von Interessenten verwandt werden, sind als eigene Keywords zu berücksichtigen. Eingeschränkt gilt dies auch für Pluralabweichungen und Genitiv-Bildungen.
  4. Für bestimmte Begriffe gibt es schon mal falsche Schreibweisen, die aber häufig verwendet werden: z.B. Amaturenbrett statt Armaturenbrett. Will man auch diese im Sinne der Long-Tail-Strategie nutzen, dann bedarf es hierfür eigener Seiten, wo diese Falschschreibweise grundsätzlich verwendet wird. Dies sieht nicht schön aus, kann aber in bestimmten Grenzfällen zielführend sein, wenn man davon ausgeht, dass Interessenten diesen Fehler sehr häufig machen.
  5. Nun ist der Content für die ersten gefundenen Keyword-Kombinationen zu erstellen. Hier sind die üblichen Prinzipien der OnPage-Optimierung anzuwenden. Insbesondere sollte man darauf achten, dass man nur die jeweils zu fördernden Keyword-Kombination häufiger im Text verwendet und Keywords, die für andere Texte vorgesehen sind, nur im geringen Umfang verwendet.

Nachdem so die Long-Tail-Keywords bestimmt wurden und der hierfür passende Content mit guter Qualität erstellt ist, sind die Texte mit zusätzlichen Links zu den eigentlichen Landing-Pages zu versehen und auf der Website zu platzieren. Für Produkt-Angebote bietet sich der Webshop zur Platzierung des Contents an; Dienstleister können einen ergänzenden Blog zum eigenen Angebot starten, womit dann auch die Möglichkeit besteht, sukzessiv die zusätzlichen Long-Tail-Texte zu publizieren.

Ähnliche Begriffe:

  • long tail effekt
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