Friday, October 31, 2014

Qualitätsoffensive für die Google-Suchmaschinen-Ergebnisseiten?

Februar 29, 2012 von Rainer Meyer  
Eingetragen bei Suchmaschinenoptimierung

Im Blog von Seo-United ist die Frage aufgeworfen worden, ob und wie Google den qualitative gute von qualitativ schlechten Blogs unterscheidet und welche Konsequenzen aus qualitativ schlechtem Content für das Ranking folgen könnten. Schlechter Content findet man meist auf Webseiten, die nur dem Ziel der Verlinkung dienen. Im Google-Webmaster-Blog wurden kürzlich einige Tipps gegeben, wie man denn beim Linkbuilding sicherstellt, dass man überwiegend solche Links bekommt, die von qualitativ gutem Content ausgehen. Damit wird erneut nach dem Panda-Update die Frage der Qualität der Inhalte auf die Agenda gesetzt. Gibt es eine Qualitätsoffensive bei Google für die Suchmaschinen-Ergebnisse und wie muss man als Webmaster mit dieser Anforderung umgehen?

Bezuggenommen wird auf einen Blogbeitrag von seobythesea.com, bei dem ein Google-Patent aus dem Jahre 2006 beschrieben wird, das aufzeigen soll, wie man Blogs mit schlechtem Content ausfiltert. Man kann diese Prinzipien auf jede Art von Content von Webseiten übertragen. Ob und in welchem Umfang bereits jetzt Google die Prinzipien für schlechten Content auf Webseiten anwendet, ist spekulativ. Wenn es aber ein Patent gibt und dieses Patent mit hoher Zuverlässigkeit schlechten Content erkennt, dann ist man als Webmaster gut beraten, die Prinzipien des Patents zu kennen und auf die eigenen Blog- und sonstigen Inhalte anzuwenden.

Unerwünschte Inhalte für die Suchmaschinen-Ergebnisse in Blogs könnten beispielsweise an der Art des Inhalts festgestellt werden. So ist es naheliegend, dass pornografische, rassistische oder geklaute Inhalte, betrügerisches Vorgehen, unlautere Werbung und ähnliches aus den Suchergebnissen herausgefiltert werden. Dazu müssen diese aber erst mal erkannt werden. Da scheint noch viel Pionierarbeit zu leisten zu sein, denn wie jede Suche auf Google und Co. ergibt, funktioniert dieser Filter mehr schlecht als recht. Trotzdem sollte man als Webmaster darauf achten, dass man nicht Opfer des Pornografie-Filters wird, bloß weil man einige Begriffe häufiger verwendet, die beim Filter als anstößig gelten könnten. Insbesondere muss man diesen Filter beachten, denn Google bietet den Nutzern der Suchmaschine ja Einstellungsmöglichkeiten für Content (den SafeSearch-Filter) an und dessen Standard-Einstellung ist “moderat”, womit bereits viele Webseiten ausgefiltert werden.

Folgende Punkte wurden ebenfalls als Filter-Möglichkeiten von seobythesea genannt und deren Einhaltung kann teilweise sehr einfach geprüft werden.

  • Die Anzahl der ausgehenden Links (Links auf externe Webseiten) sollte nicht zu hoch ausfallen. Hier wird beispielsweise die Zahl 50 genannt. Es hängt aber sicher vom Umfang des Contents ab, wie viele Links noch als angemessen gelten. Meiner Erfahrung nach sollten auf jeden Fall Links vorhanden sein, ein Link in jeder zweiten Zeile des Textes ist aber schon problematisch, weil damit auch die Lesbarkeit gestört wird.
  • Eine Webseite oder ein Blogbeitrag sollte auch über eingehende Links (Links von externen Webseiten) verfügen. Langfristig ist das nachvollziehbar. Warum sollte Google eine Webseite für gute Qualität halten, wenn es keine anderen Webmaster gibt, die den Content verlinken? An dieser Stelle ist aber auf den oben verlinkten Beitrag des Google-Webmasters-Blog zu verweisen. Solche externen Links sollten auch natürlich sein bzw. natürlich aussehen. Gibt es nur wenige Links von externen Webseiten und ist der Linktext immer mit einem Keyword versehen, welches typisch für den verlinkten Blogbeitrag ist, dann stellt sich schnell die Frage der Natürlichkeit dieses Links. Es ist aber unklar, wie schnell hier Google die Natürlichkeit anzweifelt. Wer fürs Linkbuilding vorsichtig vorgehen will, der sollte aber im Hinterkopf behalten, dass viele Links eher selten mit Keywords versehen sind.
  • Eine Webseite oder ein Blogbeitrag sollte über einen aussagekräftigen Titel verfügen. Das ist nichts Neues und wird standardmäßig unter dem Stichwort On-Page-Optimierung abgehandelt. In diesem Zusammenhang ist auch die Länge des Beitrags interessant. Er sollte nicht zu kurz ausfallen, wobei hier bereits bei einigen Sätzen die Kürze überschritten wird. Blogbeiträge sollten aktuell sein, immer mehr wird deutlich, dass Google generell aktuelle Webseiten weiter nach oben schiebt. Also macht es Sinn, ältere Beiträge zu überprüfen und diese mit Ergänzungen und Erweiterungen zu versehen, damit sie wieder an Aktualität gewinnen.
  • Der Blogbeitrag sollte gut geschrieben, informationsreich und nützlich für den Leser sein. Diese Forderung kann man nur unterstützen, doch es ist fraglich, ob Google und Co. schon so weit sind, dass sie dies feststellen könnten.
  • Das Verhältnis von Werbung und Inhalt sollte ausgewogen sein. Auch dies ist nicht neu. Eine Webseite, die so stark mit Werbung überlastet ist, dass man kaum noch den Inhalt findet, wird von Google und Co. abgestraft.

Wie man sieht, ist Qualität von Content langfristig eine wichtige Strategie für die Suchmaschinen-Optimierung. Man sollte also neue Webseiten sorgfältig schreiben, auf Originalität und News-Charakter achten und sicherstellen, dass die Werbung nicht überhand nimmt und den Content verdrängt. Schließlich muss dieser Content externe Links gewinnen und das muss kontrolliert werden.

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