Thursday, October 2, 2014

Ohne eigene Webpräsenz erfolgreich im Internet?

Oktober 19, 2010 von Rainer Meyer  
Eingetragen bei Online-Marketing

[ad#ad-head-468x15]

Dass jedes Unternehmen einen eigenen Internet-Auftritt benötigt, um in der modernen Welt erfolgreich zu sein, ist scheinbar eine Binsenweisheit. Allerdings kommen einem schnell Zweifel an dieser Allerweltweisheit, wenn man sich die vielen Websites von kleinen und mittleren Unternehmen anschaut, die immer noch als statische Website aufgebaut sind. Man fühlt sich eher an eine Visitenkarte erinnert und vermisst dynamische Möglichkeiten des Mitmachens, wie sie eigentlich zum Trend der Zeit gehören. Nun kommt noch als ergänzende Meldung eine Mitteilung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), dass auch heute noch ein Fünftel der deutschen Unternehmen ohne eigene Internetpräsenz ist. Ob diese Unternehmen aber trotzdem erfolgreich am Markt operieren können, lässt BITKOM offen.

BITKOM: Unternehmen ohne Website

BITKOM: Unternehmen ohne Website

Interessant ist nämlich, dass es auch zunehmend mehr Möglichkeiten gibt, eine Internetpräsenz mit viel Mitmachpotential aufzubauen und zu pflegen, die ohne eigene Website auskommt. Insbesondere soziale Netzwerke wie Facebook oder XING kann man als Unternehmer nutzen, um sich bei seinen Kunden oder bei weiteren Interessen bekannter zu machen. Dies funktioniert besonders gut, wenn die Persönlichkeit des Unternehmers eine wichtige Rolle bei der Vermarktung spielt. Persönliche Profile bei der Business-Plattform XING können für Suchmaschinen freigeschaltet werden. Solche Profile können ein hohes Ranking erreichen, wenn der Name der Person und der Name des Unternehmens in einem engen Zusammenhang stehen. Es macht dann sogar Sinn, zur Förderung der Suchmaschinenoptimierung externe Links auf die eigene Profil-Adresse zu setzen.

Für größere Unternehmen wird die Facebook-Fanseite immer interessanter. Es wird sogar bei manchen Unternehmen diskutiert, die eigene Website komplett auf die Facebook Fanseite umzuleiten, weil hier alle Mitmach-Potentiale gebündelt werden können. Gute Mitmach-Potentiale bietet auch die kostenlosen Google Dienste Google Knol und Google Buzz. Google Knol ist aber eher ein Artikel-Verzeichnis, das sich über die Kompetenz des Schreibers definiert. Google Buzz ist ein Kurzmitteilungsdienst, der das Google Profile eines Nutzers erweitern kann. Dieses Google Profile kann mit hilfreichen Infos zum eigenen Unternehmen versehen werden. Keinesfalls verzichten sollte man auf das kostenlose Angebot von Google Maps, bei dem man relevante Unternehmensinfos mit der eigenen Adresse verbinden kann. Für lokal operierende Unternehmen ist diese Alternative zu den Gelben Seiten unverzichtbar.

Auch die Adresse des Google Profiles kann mit dem eigenen Namen oder dem Namen des Unternehmens gestaltet werden. Hat man eine eigene Internetpräsenz, dann dient das Google Profile dessen Suchmaschinenoptimierung. Verzichtet man auf die eigene Website, dann kann das Google Profile verwandt werden, um ab und an eigene Unternehmensinfos zu veröffentlichen und hierzu auch eine Diskussion mit Interessenten zu beginnen.

[ad#ad-post-468x60]

Nach der ganz oben verlinkte Studie von BITCOM werden die Mitmach-Potentiale des neuen Internets bisher nur sehr eingeschränkt von Unternehmen verwendet. Eine Internetpräsenz sollte heutzutage eigentlich Mitmach-Potentiale umsetzen. Damit könnten dann Interessenten, Kunden und Mitarbeiter in einen Kommunikationsprozess zum Unternehmen gebracht werden. Unternehmen, die jetzt darüber nachdenken, ihre Website entsprechend auszuweiten, können auch als Alternative einmal überlegen, ob sie sich nicht auch stärker in Mitmach-Dienste des Internet einbringen, um hier ihre allgemeine Online-Reputation als Unternehmen zu fördern. Solche Aktivitäten dienen auch der Suchmaschinenoptimierung, wenn auf die eigene Website verwiesen wird. Aber auch der Verweis auf eigene Profile im Web oder Mitmachmöglichkeiten bei Sozial Media Dienste kann durch externe Links profitieren, die das Ranking der entsprechenden Seiten fördern und dem Unternehmen eine stärkere Beachtung verschaffen.

Um hier mal ein einfaches Beispiel zu geben: Manche Unternehmen verfügen über professionelle Videos, die als Unternehmenspräsentation oder als Werbemedien verwertet werden. Solche Videos können auf Plattformen wie YouTube verwendet werden, um einen viralen Effekt im Sinne des Unternehmens zu erzeugen. Dazu müssen sie aber knapp gehalten und witzig und interessant aufgemacht sein. Über soziale Netzwerke werden solche Videos schnell verbreitet; man kann hier die eigenen Mitarbeiter motivieren, die Initialzündung zu übernehmen.

Die nächsten Jahre werden noch stark von den Mitmach-Potentialen des Internets geprägt sein. Unternehmen, die hier mit einer Website punkten können, liegen im Trend der Zeit. Aber man muss vielleicht nicht unbedingt direkt an der eigenen Website ansetzen, wenn man als Unternehmen von diesem Trend profitieren will.

Be Sociable, Share!

Hinterlassen Sie eine Antwort